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Decluttering ist nicht nachhaltig

Decluttering ist nicht nachhaltig

Wegschmeißen ist das Schlechteste, was wir machen können.

Decluttering, kommt aus dem Englischen und meint Sachen aussieben und wegschmeißen. Decluttering war und ist sehr beliebt vor allem in den USA. In den großen Häusern und Garagen häufen Menschen enorme Mengen an Sachen an. Wenn diese dann Säckeweise weggeschmissen werden, ist der WOW-Effekt groß.

Der Mega-Trend zum Decluttering kam aus dem japanischen Raum, wo Menschen aber im Durchschnitt viel weniger besitzen und auf kleinem Raum leben. Schwappt dieser Trend auf Länder mit sehr viel Besitz und starker Kauflust über, wird dort ständig ausgemistet werden können ohne Ende in Sicht.

Minimalismus, wenn dieser bedeutet Dinge loszuwerden, ist nicht unbedingt immer der ökologischste Weg. Ich lege meinen Schwerpunkt deshalb darauf, beim Kauf neuer Dinge minimalistisch zu entscheiden. Beim „Verwalten“ bereits vorhandener Sachen, ist es das ökologischste diese gut aufzubewahren, oder diesen gute neue Besitzer zu finden. Massives Wegschmeißen ist so gut wie nie gerechtfertigt.

Wegschmeißen schafft meiner Erfahrung nach selten einen langanhaltenden Minimalismus. Genauso wie einmaliges Aufräumen keine langanhaltende Ordnung herbeiführt. Nach der einmaligen Aktion verhält man sich genau so wie vorher und kauft ähnlich viel wieder nach.

Eine langsame und bewusste Verhaltensänderung im Umgang mit Dingen ist vielversprechender. Wir werden daran arbeiten, ein tiefgründiges Verständnis dafür zu entwickeln, warum wir weniger haben wollen und warum es gut für uns und die Umwelt ist.

Foto: Ketut Subiyanto (bearbeitet)