Müll reduzieren im Kleiderschrank
Nichts, was man bald wegschmeißt.
Kleidung, die zu Müll wird
Sobald ein Kleidungsstück den Laden verlässt, verliert es sofort an Wert ähnlich wie ein Auto, das das Autohaus verlassen hat. Es ist jetzt an uns dafür zu sorgen, dass es uns hervorragende Dienste leistet.
Der größte Fehler, den ich immer gemacht habe, Kleidungsstücke zu kaufen, die ich gar nicht oder sehr selten getragen habe: falsche Größe, falsche Farbe, doppelt, dreifach, falscher Schnitt, usw. Auch mit der falschen Pflege kann man ein Kleidungsstück schnell zerstören. Am besten vor dem Kauf checken ob man dem Kleidungsstück die vorgeschlagene Pflegen bieten kann und möchte.
Verpackung
Der einfachste Weg den Müll beim Kleidungskauf zu reduzieren ist es, auf Plastiktüten zu verzichten. Man wird heutzutage fast immer gefragt ob man wirklich eine Tüte für den Nachhausetransport möchte. Habe einen kleinen falteten Mehrwegbeutel immer in deiner Tasche dabei. In diesem kannst du deine neugekaufte Kleidung nach Hause tragen.
Nachhaltige Stoffe
Natürlicher Stoffe sind nicht nur nachwachsbar und verrottbar, diese sind auch einfacher wiederzuverwenden als synthetische Stoffe, finde ich. Man kann aus alten Baumwollsachen wiederverwendbare Abschminktücher und Gemüsebeutel nähen. Man kann T-Shirts zu Streifen schneiden und die Streifen als Garn verwenden. Künstliche Stoffe sind natürlich auch wiederverwendbar. Z.B. Kleingeschnitten als Füllmaterial. Künstliche Stoffe sind finde ich je nach Stoff und Elastizität schwer umzunähen.
Jedes Kleidungsstück belastet die Umwelt und produziert sowohl den für uns sichtbaren, als auch unsichtbaren Müll und verbraucht Ressourcen. In der Produktion der Rohmaterialien, bei der Ernte, beim Herstellen des Stoffes, beim Einfärben, bei der Herstellung der Farben und anderer Chemikalien, die eingesetzt werden entstehen Abfälle. Wasser wird während vieler Herstellungsschritten verbraucht und/oder verschmutzt. Abfälle sind beim Zuschneiden der Stoffe enorm und werden oft einfach als Haus entsorgt. Dann kommt noch die Verpackung, der Transport, mehr Verpackung, mehr Transport, Lagerung, Energieverbrauch, Beschilderung, Verpackung beim Verkauf, Waschmittel, Energie für die Waschmaschine, für den Trockner, mehr Waschmittel, Verpackung für das Waschmittel, mehr Energie, usw.
An einem Kleidungsstück hängt so viel mehr dran als wir bewußt wahrnehmen. Deswegen ist es umso wichtiger, nicht mehr zu kaufen, als wirklich nötig wird und ein Kleidungsstück so lange zu benutzen wie es nur geht.
Foto: Antoine Giret (bearbeitet)