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Küche optimieren

Küche optimieren

Doppeltes muss ausziehen.

Jeder nutzt die Küche auf seine eigene Art und Weise: Der eine kocht täglich, die andere trinkt nicht mal den Morgenkaffee zu Hause. Die Küche muss sich unsere aktuellen Bedürfnissen anpassen und dabei dezent in unsere Wohnumgebung integrieren.

Alles muss raus

Ich schätze mal aus Erfahrung dass mindestens 50% von all dem was in der Küche versteckt ist (Lebensmittel ausgenommen) nicht vermisst werden würde, wenn es plötzlich weg wäre. Habe ich recht? Dann müssen wir in der Küche ran.

Was kann weg?

Alles, was nicht oder selten benutzt wird kann sofort weg. Sind Dinge doppelt und dreifach vorhanden und werden dadurch fast nie genutzt, dann können diese Gegenstände auch weg. Alle Geräte, die durch andere Geräte ersetzt werden können, muss auch nicht in der Küche verweilen. Hat man einige Geräte als Ersatz, falls etwas kaputt geht, muss man nichts wegwerfen oder weggeben. Manches muss einfach woanders Platz finden.

Wo steht das Wichtigste?

Alle Regale und Fächer, die ohne Stuhl oder akrobatische Übungen erreicht werden können, dürfen nur mit dem Nötigsten belegt werden. Wenn man es konsequent durchzieht, hat man etwas Platz für alles, was auf der Arbeitsplatte rumsteht. Das Ergebnis: eine leere Arbeitsplatte.

Die Arbeitsplatte

Die Arbeitsplatte ist gefühlt immer zu klein, egal wie groß diese tatsächlich ist. In einer normal großen Küche ist meine Regel: Maximal ein Gerät bzw. Gegenstand darf auf der Arbeitsplatte stehen bleiben. Alles andere muss weg. Ich habe gerade meinen Blender auf der Platte stehen, sonst nichts. Auch keinen Messerblock oder Schneidebrett.

Schneidebrett und Messer

Mein Schneidebrett lasse ich nicht auf der Arbeitsplatte liegen. Es ist aus Holz und ich muss es nach dem Gemüseschneiden immer abwaschen. Es würde schimmeln wenn ich es nass auf der Arbeitsplatte liegen lassen. Ich hänge es mit einem Türhaken an einer Küchenschranktür von innen auf.

Messerblöcke finde ich extrem störend und im Alltag nutze ich auch nur ein einziges Messer. Messer können in Schubladen liegend aufbewahrt werden oder an einem Magnetstreifen an der Wand oder im Schrank. Ich persönlich würde aus ästhetischen Gründen keine Magnetleiste an die Wand hängen.

Toaster, Kaffeemaschine, Mikrowelle, Wasserkocher

Bei all diesen Geräte sollte man sich ernsthaft fragen ob diese überhaupt sinnvoll sind. Wenn man glaubt, dass diese Geräte das Leben einfacher und schöner machen und man diese täglich nutzen will, hat man wenig Wahl als die Arbeitsplatte damit zu belegen.

Für mich unterstützen diese Geräte einen ungesunden Lebensstil. Verbranntes Brot und Kaffee sind nicht das gesündeste Frühstück. Mikrowellenessen, schwarzen Tee und Tütensuppen brauche ich nicht.

Zu hinterfragen, was man wirkliche essen möchte und welche Geräte den Zweck am besten erfüllen, ist der sichere Weg nicht nur zu einer aufgeräumten Küche, sondern auch zu gesünderer Ernährung.

Was fehlt mir hier?

Wenn man dann etwas mehr Platz hat kann man überlegen, ob es etwas gibt, was man ernsthaft vermisst und was das Kochen einfacher und gesünder machen könnte. Vielleicht ein Blender, Schnellkochtopf, Dampfgarer, Dehydrator oder Entsafter.

Aufbewahrung von Extrasachen

Jeder hat Geschirr und Backzubehör, was nicht täglich benötigt wird. Ich hatte jahrelang Weingläser im Küchenschrank stehen, die nur einmal im Jahr zum Einsatz kamen. Das Gleiche mit Backförmchen, die nur zum Geburtstag oder kurz vor Weihnachten benötigt wurden. All dies kann in die Kisten und in den Abstellraum wandern. Gut beschriftet findet man es wieder, wenn man eine große Party plant oder ein Back-Wochenende vor sich hat.

Wöchentliche Kontrolle

Wenn man einmal die Woche die Küche putz, kann man immer mal ein Auge auf die Dinge werfen, die man in der letzten Woche nicht benutzt hat. Überleg auch mal, was dir diese Woche beim Essen zubereiten gefehlt hat. Vielleicht eine Extraschüssel? Oder ein Sieb? Hast du diese Dinge vielleicht weggepackt und holst diese besser wieder heraus? Oder muss man diese dazukaufen?

Wie viel ist zu viel

Wenn man Probleme hat an alles leicht mit einer Hand ranzukommen weil es in einem zu hohen Regal liegt oder zu weit hinten, hat man zu viel in der Küche.

Wie viel ist zu wenig

Zu wenig Geschirr hat man, wenn das Geschirr nicht für einen ganzen Tag reicht. In Folge wird man das Geschirr trotz Geschirrspüler handspülen müssen oder den Geschirrspüler halbleer mehrmals am Tag laufen lassen. Es spricht nichts gegen Handwäsche, aber möchte man es nicht, sollte man vielleicht mehr Geschirr besorgen.