Minimalismus überall entdecken
Überall außerhalb der eigenen 4 Wände gibt es Beispiele für Minimalismus.
Wir leben in unseren eigene Welten, die durch unsere Erfahrungen und soziale Normen geprägt sind. Es ist nicht verwunderlich, dass viele Wohnungen gleich aussehen. Die eigene Wohung hat oft etwas von der Wohnung, in der man aufgewachsen ist. Manchmal ist altbewährtes gut, manchmal wird es aber einfach aus Bequemlichkeit übernommen, obwohl es nicht optimal ist. Wenn wir genug Beispiele sehen, die uns begeistern, wollen wir vielleicht auch etwas verändern.
Andere Länder, andere Wohngewohnheiten
Reisen sind ideal um Minimalismus kennenzulernen. In manchen Ländern ist der Minimalismus der Standard des Lebens. Woanders ist das Gegenteil die Norm. Aber überall auf der Welt leben Menschen, die genau wissen was wirklich essentiell ist und nicht viel mehr besitzen. Diese Beschränkung auf das Nötigste ist manchmal kulturell geprägt, manchmal durch Platzmangel bedingt, manchmal aus finanzieller Not erwachsen.
Minimalistische Kulturen
Ein sicherer Ort, um das minimalistische Lebensgefühl zu erfahren, ist Japan. Die Architektur, die Einrichtungsgegenstände, der Umgang mit den wertvollen Dingen und die hochentwickelte Handwerkskunst produzieren eine Kultur des minimalistischen Lebensstils. Die Schattenseite des Wenig-Zu-Hause-Habens ist der enorme Konsum an Einmalgegenständen, vor allem aber Geschirr und Verpackung. Ich schweife vom Thema ab, aber ich finde es gerade wichtig es zu erwähnen.
Zumindest in den Großstädten wird viel auswärts konsumiert und das Geschirr wird nach dem einmaligen Gebrauch weggeschmissen. Auch gibt es mehr Gegenstände, die für den einmaligen Gebrauch verkauft werden, ein Beispiel sind Picknickdecken, die während der Kirschblütenzeit gekauft und nach einmal drauf sitzen im Müll landen.
Auf den Besitz der Gegenstände zu verzichten ist nicht in jeder Situation nachhaltig und das ist ein Beispiel dafür.
Mieten
Um im Ausland in den minimalistischen Lebensstil so richtig einzutauchen, könnte es sich lohnen nach einer minimalistischen Wohnung zu schauen. Hotels sind zwar minimalistisch, aber da diese fast nie eine Küche haben, lebt man da anderes als in einer Wohnung oder in einem Haus.
Eine Alternative sind Privatwohnungen, entweder wird die eigene Wohnung vermietet oder Privatpersonen richten Wohnungen speziell für das Vermieten ein. Solche extra eingerichteten Wohnungen sind in der Regel minimalistische als reine Privatwohnungen. Unsere Erfahrung mit Mieten von Privatpersonen ist gemischt, man weiß nie was man bekommt.
Eine bessere Alternative in Tokyo sind Serviced Apartments. Diese sind Wohnungen, die relativ minimalistisch eingerichtet sind, aber alle Vorzüge des modernen Lebens in Japan bieten. Wer das Traditionelle japanische Leben und Schlafen auf dem Futon probieren will, wird in ländlichen Gegenden fündiger.
Besuchen
Wenn man in Japan, oder einem anderen Land fernab der westlichen Welt unterwegs ist, sollte man so viele Bekannte und neu gewonnene Freunde besuchen wie es nur geht. Lasst euch die Lebensweise erklären. Welche Geräte werden täglich genutzt, auf welche wird vollkommen verzichtet? Wie ist die Wohn- und Schlafsituation gestaltet? Wie wird auf kleinsten Räumen gewohnt ohne dass es zu eng aussieht?
Shoppen
Auch beim Shoppen in Japan kann man erstaunlich viel über Minimlaismus lernen. Welche Produkte sind besonders beliebt? Wie werden Funktionen von mehreren Geräten in einem Gerät kombiniert? Was kann man alles auch in einer kleineren Version kaufen?
Minimalsten besuchen
Um einen Minimalisten zu besuchen muss man aber gar nicht weit reisen. Ich bin überzeugt dass jeder von uns wenigsten eine Person kennt, die minimalistisch lebt. Vielleicht ist die Wohnung nicht nach unserem Geschmack gestaltet, aber das Prinzip wird gelebt: Nichts Unnötiges in der Wohnung, jeder Kauf wird ganz genau durchdacht, alles zu Hause hat einen Platz. Von Menschen die so leben kann man jede Menge lernen. Ich stelle gern viele Fragen. Zum Beispiel danach wie die Person Bügelt ohne ein Bügelbrett oder wie oft ausgemistet werden muss damit es so ordentlich aussieht.
Design und Kunst
Minimalistisches Design egal ob Maschinen oder Alltagsgegenstände kann gute visuelle inspiration für die Gestaltung der eigenen Wohnung bieten. Man kann sich an seinen Lieblingsobjekten orientieren, wenn man Möbel und Haushaltsgeräte kauft. Ich habe eine wunderschöne weiße Art déco Schokoladenmaschine auf Bali gesehen und denke immer an diese zurück wenn ich etwas für die Küche suche.
Museum
Museen sind der perfekte Ort für inspiration. Ich halte immen nach Bildern und Objekten ausschau, die mich ansprechen. Es können Formen oder Farben sein, ich ich inspirierend finde. Aber auch Muster und Stoffe. Museen haben manchmal auch Möbelausstellungen aus vergangenen Epochen oder sehr moderne experimentelle Objekte.
Schau bei Google ob du ein Bauhausmuseum in deiner Nähe hast oder Bauhaus-Bauwerke.
Shoppen
Besonders inspirierend fand ich das Shoppen in Tokyo, nicht nur was verkauft wird ist sehr minimalistisch was die Form, Schnitte, Stoffe und Muster angeht. Auch die die Einrichtung in den kleinen Geschäften ist wunderschön schlicht. Meist eine Kombination aus Beton, natürlichem oder weiß lackiertem Holz und dunklem Metall.
In deutschen Großstädten gibt Designermöbelgeschäfte, die Objekte verkaufen, die man in normalen Möbelläden nicht sieht. Man bekommt dort eine Vorstellung davon, wie Objekte optimal kombiniert werden können und welche Stoffe wertig aussehen und lang halten.
Architektur beim Spazierengehen
Um die Minimalistische Architektur zu erleben kann man nach Tokyo reisen und in Shibuya spazieren gehen, oder man fährt in eine teuere Siedlung in der Nähe und hält ausschau nach modernen weißen Häusern ohne Spitzdach.
Kostenlose Inspiration kann man finden und sammeln auf Pinterest. Lege dir ein Board an und sammel dort alles, was in die die Emotionen auslöst, die du in deiner Wohnung fühlen möchtest.